Praxis für Traumatherapie und Paartherapie Sabine Verges
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Traumasensible Paartherapie: Was euch erwartet und wann sie sinnvoll ist

Lesedauer: 4 min

„Wir lieben uns – aber es reicht nicht mehr.“ Viele Paare merken irgendwann: Irgendetwas stimmt nicht mehr. Ständig Streit, Rückzug oder dieses komische Gefühl von Einsamkeit zu zweit. Aber was, wenn unter all dem mehr steckt als schlechte Kommunikation? In diesem Artikel erfährst du, was traumasensible Paartherapie wirklich bedeutet, warum alte Wunden oft zwischen heute und morgen stehen – und wie echte Verbindung wieder möglich wird. Ohne Schuld, ohne Klischees, aber mit Klarheit und Tiefe. 👉 Jetzt lesen – für alle, die ihre Beziehung nicht aufgeben, sondern verstehen wollen.

Inhalt

Beziehung kann verdammt anstrengend sein.

Vielleicht streitet ihr oft. Oder ihr redet kaum noch. Vielleicht gibt es Nähe, aber keine echte Verbindung mehr. Oder ihr funktioniert nur noch nebeneinander her. Und obwohl ihr euch mal geliebt habt, wisst ihr nicht mehr, wie ihr da wieder hinkommen sollt.

Dann googelt ihr „Paartherapie“, scrollt durch Seiten und habt keine Ahnung, was davon jetzt wirklich zu euch passt.

Hier ist mein Vorschlag: Wenn ihr das Gefühl habt, dass da mehr mitschwingt als „nur“ Kommunikationsprobleme, wenn euch vielleicht Dinge aus eurer Vergangenheit immer wieder einholen, obwohl ihr sie längst verdrängt habt, dann könnte traumasensible Paartherapie genau der richtige Weg sein.

Was bedeutet „traumasensibel“ überhaupt?

Viele Paare tragen unbewusst alte Verletzungen mit sich: aus der Kindheit, aus früheren Beziehungen oder aus Erlebnissen, über die nie gesprochen wurde. Und dann wundert man sich, warum man auf bestimmte Sätze oder Situationen so heftig reagiert.

Traumasensibel heißt: Wir arbeiten nicht an der Oberfläche, sondern schauen auch auf das, was unter euren Konflikten liegt. Ohne Schuldzuweisungen. Ohne Pathologisierung. Sondern mit dem Blick darauf, wie ihr geworden seid, wer ihr seid, und wie ihr euch (wieder) begegnen könnt.

Wann ist das sinnvoll?

  • Ihr streitet über Kleinigkeiten, die eskalieren, und versteht oft selbst nicht, warum.
  • Einer von euch (oder beide) zieht sich immer wieder zurück, obwohl ihr euch Nähe wünscht.
  • Ihr habt Vertrauen verloren, wisst aber nicht, wie ihr es zurückgewinnen könnt.
  • Ihr habt schlimme Erfahrungen gemacht, und das wirkt nach.
  • Ihr seid Eltern geworden, und seitdem ist alles anders.

Oder: Es ist gar nichts Dramatisches passiert, aber ihr spürt, dass etwas nicht stimmt.

Was passiert in der Therapie?

Keine PowerPoint, kein „Wer ist schuld?“. Sondern: Wahrnehmen, verstehen, verändern.

So sieht’s meistens aus:

  • Erstes Gespräch: Was bringt euch her? Was fehlt euch? Wo hakt’s?
  • Raum schaffen: Für alles, was da ist (Wut, Trauer, Unsicherheit, Sehnsucht).
  • Alte Muster erkennen: Warum reagiert ihr, wie ihr reagiert? Was kommt da hoch?
  • Tools für den Alltag: Nicht als „Lösungs-Rezepte“, sondern als Einladung zu echten Begegnungen.
  • Arbeit mit Körper & Nervensystem: Denn viele Dynamiken sind nicht „kopfgesteuert“. Wir holen auch den Körper mit ins Boot.

Und wenn einer von euch mehr „Thema“ hat als der andere?

Das ist normal. In vielen Beziehungen trägt einer (bewusst oder unbewusst) mehr emotionale Last. Auch das schauen wir uns an, ohne Schubladen und ohne Therapie-Klischees, und zwar in Einzelsitzungen.

Manchmal braucht es eine Zeit, in der eine:r stabilisiert und die andere Person einfach da ist. Auch das ist Beziehung.

Geht das auch online?

Ja, viele meiner Paare begleite ich online, andere kommen in meine Praxis in Dachau bei München. Beides funktioniert gut. Entscheidend ist nicht der Raum, sondern die Bereitschaft, euch zu zeigen.

Häufige Fragen zur traumasensiblen Paartherapie

Was kostet traumasensible Paartherapie?

Den Honorarsatz siehst du bei der Terminbuchung, bevor du etwas bestätigst. Wie viele Stunden ihr braucht, hängt davon ab, was ihr mitbringt. Dazu die übernächste Frage.

Zahlt die Krankenkasse eine Paartherapie?

Nein. Paartherapie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, und das liegt nicht an mir: Eine Beziehungskrise ist im Sinne der Kassen keine Krankheit. Ihr bezahlt also selbst. Manche private Zusatzversicherungen beteiligen sich an Leistungen von Heilpraktikerinnen. Das lohnt sich vorher zu klären.

Wie viele Sitzungen brauchen wir?

Das kann ich euch ehrlich nicht vorher sagen, es hängt davon ab, was ihr mitbringt. Was ich sagen kann: Meistens braucht erst jede und jeder von euch einzelne Stunden, bevor wir zu dritt weiterarbeiten. Und was sich wirklich verändern soll, braucht Zeit. Nachhaltig wird es erfahrungsgemäß in einer längeren Begleitung, drei bis zwölf Monate.

Können wir kommen, wenn nur einer von uns will?

Wenn einer von euch zögert und der andere anfangen möchte: ja. Fang allein an. Einzelsitzungen sind bei mir ohnehin Teil des Weges, nicht die Notlösung. Etwas anderes ist es, wenn einer von euch überredet wurde oder innerlich schon abgeschlossen hat. Dazu die letzte Frage.

Was ist der Unterschied zu einer normalen Paartherapie?

Wir arbeiten nicht nur an der Oberfläche eurer Konflikte, sondern schauen auf das, was darunter liegt: alte Verletzungen aus der Kindheit, aus früheren Beziehungen, aus Erlebnissen, über die nie gesprochen wurde. Ohne Schuldzuweisung, ohne euch zu pathologisieren. Und wir holen den Körper mit ins Boot, weil viele Dynamiken nicht kopfgesteuert sind.

Was, wenn wir gar nicht wissen, ob wir zusammenbleiben wollen?

Dann seid ihr richtig. Paartherapie ist kein Versprechen, dass ihr zusammenbleibt. Sie ist ein Raum, in dem ihr herausfindet, was zwischen euch wirklich los ist, und was ihr damit machen wollt. Manche Paare finden zueinander zurück. Manche trennen sich, aber anders als vorher.

Wann ist Paartherapie nicht das Richtige?

In drei Situationen begleite ich euch nicht als Paar.

Wenn Gewalt im Spiel ist, körperlich oder psychisch. Dann geht Sicherheit vor, vor allem anderen. Hier braucht es spezialisierte Hilfe oder eine Trennungsberatung, keine Paartherapie. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr, kostenfrei und anonym erreichbar: 116 016.

Wenn einer von euch nicht freiwillig da ist, weil er überredet wurde oder innerlich längst abgeschlossen hat. Paartherapie braucht zwei Menschen, die wirklich hinschauen wollen.

Wenn eine Sucht oder eine akute psychische Krise unbehandelt ist, etwa schwerer Alkoholismus, Drogen oder eine akute Erkrankung. Das gehört zuerst in eine Einzeltherapie. Danach können wir an eurer Beziehung arbeiten.

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Und jetzt?

Wenn ihr euch hier irgendwo wiederfindet: Meldet euch. Schreibt mir eine Mail oder nutzt mein Kontaktformular. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Sondern wieder zueinander zu finden, ohne euch zu verbiegen.

Ich freu mich auf euch.
Sabine Verges

Über die Autorin

Sabine Verges ist Heilpraktikerin, Trauma- & Paartherapeutin in Dachau bei München und spezialisiert auf die Auswirkungen von Trauma auf Beziehungen. Seit über zehn Jahren begleitet sie in ihrer Praxis vor Ort und online Menschen dabei, ihre frühen Prägungen und Erfahrungen und deren Auswirkungen zu verstehen.

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SABINE VERGES - Heilpraktikerin praxis für Traumatherapie & Paartherapie in Dachau

ÜBER MICH

Mama, Tabus-Brecherin, Silberstreifen-am-Horizont-Finderin, Mit-dem-Herzen-Zuhörerin, Autorin und vieles mehr.

Ich bin Fan von: Ehrlichkeit, Respekt, Wertschätzung, geistigem Austausch, Verbundenheit, Wachstum, Weiterentwicklung, Zuverlässigkeit, Kampfgeist, Menschen, die offen, vorurteilsfrei und begeisterungsfähig sind.

Ich liebe meine Wahl- und Blutfamilie, Eiscreme, Fahrtwind, meinen 1er BMW, IKEA, den Geruch von Pappellaub im Herbst, Musik, Literatur, Psychologie, mein Leben und meine Arbeit. Nicht immer in dieser Reihenfolge.

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